The War on Cash

Geben Sie mal diese Phrase „The war on Cash“ in Gänsefüßchen bei der bekannten Suchmaschine ein, dann bekommen Sie 25 oder 50 Seiten (Je nachdem, ob Sie „ähnliche“ Seiten zulassen) mit Artikeln, die diesen Krieg zum Thema machen. Wer den Ausdruck erfunden hat? Die Kartenindustrie oder die Cash Society? Das ist nicht wichtig. Vielleicht war es tatsächlich die Cash Society, also die Gerätehersteller und die Wertelogistiker, da sie sich mehr und mehr von den Nationalbanken und den globalen Kartenfirmen angegriffen fühlen. Sei’s drum.

Jetzt schreibt die FAZ, dass der Krieg in die nächste Runde geht, denn der amerikanische Wirtschaftprofessor Miles Kimball ist auf Tournee, auch zur EZB und der Bundesbank, um dort zu erklären, das Bargeld müsse teurer werden. Nur so können die erwarteten Maßnahmen der EZB, die in naher Zukunft negative Zinsen erwarten lassen, überhaupt funktionieren. Wenn man das mit negativen Zinsen bestrafte Guthaben kostenlos in gleichwertig bleibendes Bargeld umwandeln kann, sind die negativen Zinsen nutzlos. Das ist Wasser auf die Mühlen einiger Zentralbanken, die den barzahlenden Konsumenten die tatsächlichen Kosten des Bargeldes auferlegen möchten. Deren Argument ist einfach: für die Kreditkarten zahlen die Konsumenten ja auch. Wie bitte? Die drei Prozent für die AMEX-VISA-MASTER stecken im Produktpreis. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wir Barzahler subventionieren die Kartenzahler. Da in ganz Europa, außer im hohen Norden, immer noch überwiegend bar bezahlt wird, selbst in den Niederlanden werden über die Hälfte aller Einkäufe bar bezahlt, zahlen wir die 3% des VISA Aufschlages mit. Die Kosten des Bargeldes sind je nach Statistik bei 0.5 bis 1%. Den Rest stecken die Händler etc. ein oder kommen mit einem Preisaufschlag von 1,5 % aus. Die wahren Kosten werden erst dann transparent, wenn die Barzahler mit besseren Preisen belohnt werden.

Das ändert allerdings nichts an der Logik von Herrn Kimball. Den FAZ Artikel finden sie hier: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/technischer-fortschritt-wer-braucht-eigentlich-noch-bargeld-12964959-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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