Banken müssen 30.000 Geldautomaten abbauen

11.7.2014

Wie dpa meldet, wurde in Harzgerode in Sachsen-Anhalt ein Geldautomat der Sparkasse mit dem Bagger gestohlen. Die Täter hatten den Bagger offensichtlich an einer nahen Baustelle entführt, sind damit in das Fachwerkhaus mit der Sparkassenfiliale gefahren und haben den GAA aus der Wand gerissen. Es sieht aus, wie nach einem Bombenanschlag. (Hier ein Bericht mit Bild)In Sachsen Anhelt sind in den vergangenen Monaten vermehrt Geldautomaten auf rabiate Weise gestohlen oder gesprengt worden. Auch in anderen Bundesländern bedienen sich Täter ohne Karte und PIN an den Automaten und richten meist mehr Schaden an, als sie an Geld erbeuten. Die Kosten-Nutzen Relation ist schlecht. Wenn man die Berichterstattung im Internet verfolgt und sich auch mal die Kommentare anschaut, liest man immer wieder die Kommentare von dumpfen Hohlköpfen, die die Ursache für die Überfälle in den offenen Grenzen nach dem Osten sehen. Es gibt auch Überfälle in Hessen oder Rheinland-Pfalz und westlichen Bundesländern. Nein die Gründe liegen im der Angebotssituation. Es gibt 60.000 Geldausgabeautomaten in Deutschen Kreditinstituten. Das ist ja schon als Aufforderung zu verstehen und die Gründe für den ungebremsten SB-Wahn bei den Banken sind nicht nachzuvollziehen. Die Banken beschweren sich, die Kunden kämen nicht mehr in die Filialen, wo man ihnen sinnvolle Anlageprodukte verkaufen könnte.  Kein Wunder, man fertigt die Kunden in der SBZ – SB-Zone – ab. Wenn ein Kunde mal in die Geschäftsstelle kommt, um Geld zu holen, gibt es diesen Service meist nicht mehr. Kein Wunder, wenn die Kunden sich abwenden und die nichtgewollten Kunden das Angebot des GAA in der Nacht annehmen. Nur wenige Menschen brauchen Bargeldservice rund um die Uhr an verlassenen SB Stellen. Aber sie brauchen Bargeld am Tag und zwar dort, wo sie es ausgeben, im Handel. Das hat man bisher nur bei wenigen Banken verstanden.

Meine Empfehlung ist ganz klar: Die Geldinstitute müssen mindestens 30.000 Geldausgabeautomaten an dubiosen Stellen abbauen. Sie müssen alternative Stellen im Handel und an Tankstellen besetzen, dazu die Menschen stellen, die heute in den Geschäftsstellen vergeblich auf Kunden warten und sie müssen die Kunden aktiv ansprechen.

Die Vorteile sind klar:

  • Mehr Kundenkontakte
  • Man wird als Bank wieder wahrgenommen
  • Bessere Ergebnisse für die Bank/Sparkasse
  • Motiviertere Mitarbeiter, weil sie wieder etwas zu tun haben
  • kaum noch Anlaufpunkte für die Automatensprenger und Klauer.
Wir sind mal gespannt, wann sich etwas tut.
Unterstützung gibt es hier: www.cashcompetence.de
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Achim Munck
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