Eine Billion Dollar beim Pokern verloren

13.7.2014

„An den Börsen lösten sich in dieser Woche Werte im Volumen von 1008 Milliarden Dollar in Luft auf.“ schreibt die Welt am 12.7.2014. Andere seriöse Wissenschaftsmagazine haben ähnliche Weisheiten verbreitet. Eine Billion Dollar wurden vernichtet?? Wie bitte?. Wo war denn die Billion? Die angeblichen „Werte“, die sich in Luft aufgelöst haben, sind in den Wochen vorher aus der gleichen Luft enstanden. Einfach so. Ja, so funktioniert der WERT-Papierhandel: Menschen glauben, sie könnten die Papiere teurer verkaufen, als sie sie eingekauft haben. Sonst nichts.

Im Falle der Banco Esprito Santo, war ein 20% Gesellschafter vom heiligen Geist verlassen und in Zahlungsschwierigkeiten. Daraufhin glaubte (sicherlich mit Recht) weltweit eine Mehrheit von Wertpapierbesitzern, dass sie ihre Papiere nicht noch teurer verkaufen könnten und sie haben verkauft. Daraufhin sind die Kurse gesunken. Eine selbsterfüllenden Prophezeihung (in diesem Fall vom heiligen Geist). Es wurden aber keine Werte vernichtet, denn es waren gar keine da. Oder sie sind bei den Leuten erst enstanden, die zum richtigen Zeitpunkt verkauft haben und sie hat sich genau bei den Leuten aufgelöst, die gekauft haben. Die Billion Dollar ist also gar nicht verschwunden, sie hat nur die Besitzer gewechselt.

Das ist wie beim Pokern. Wenn ich glaube, meine TWO PAIRS sind 1000 EURO Wert wert und der andere hat aber ein FULL HOUSE dann werden meine 1000 EURO nicht vernichtet, sondern der andere Zocker hat sie. Vernichtet sind sie erst, wenn er sich im Siegestaumel eine Cohiba mit den Scheinen anzündet. Das soll ja unter erfolgreichen Börsenspekualanten an der Tagesordnung sein.

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