…und wann geht die Bank zum Kunden?

Der Handel scheint es mittlerweile zu verstehen, wie man den Kunden wieder in die Geschäfte bringt oder dort hält. DIE WELT beschreibt das neue Shopping Center am Potsdamer Platz in Berlin als gelungenes Beispiel, sich von hergebrachten Einkaufscentern zu unterscheiden. Neben den zunächst 270 Läden und 30 Restaurants auf insgesamt 76.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, einem Hotel auf 12.000 Quadratmetern und Büros entstehen auch 250 luxuriöse Wohnungen in bester Lage. Im zweiten Bauabschnitt sind im nächsten Jahr weitere 50 Läden geplant. Von einer Bankfiliale lese ich hier nichts. ArtikelDabei wird doch seit Jahren händeringend nach Möglichkeiten gesucht, Kunden (zurück-)zugewinnen. „Die größte Shoppingmall ist im Smartphone,“ heißt es in dem Artikel sinngemäß, diese neuen Malls kämpfen dagegen an. Die Bank hingegen sitzt in Ihrer Filiale und wartet, dass Kunden kommen. Die sind aber auf Apple und Samsung unterwegs oder in der Mall. Also muss die Bank genau dort aufschlagen und am besten IN DEN GESCHÄFTEN. Da sind die Kunden, da brauchen sie Geld, da können Sie angesprochen werden.

Dazu kommt die Chance, einmal ein durchgängiges Bargeldkonzept zu erstellen. Wieviel Bargeld wird wohl täglich in einer solchen Mall ausgegeben? Nehmen wir nur mal die Durchschnittszahlen des größten deutschen Mall Betreibers ECE. (Der übrigens von Herrn Otto-Versand gegründet wurde.) Auf 6 Mio. Quadratmetern setzt man 21 Milliarden Europro Jahr um. Das wären auf die oben beschriebene MALL OF BERLIN hochgerechnet etwa 270 Millionen EUR im Jahr und am Tag 900.000 EUR, an manchen Tagen sicherlich das doppelte an anderen weniger. Wenn man nur 50% Bargeldanteil annimmt kommen hier täglich zwischen 10.000 und 30.000 Banknoten zusammen. Wegen dieser paar Scheine, und es ist nicht viel, 100 bis 300 Päckchen, fahren täglich mehrere WTU dorthin und holen das Geld aus 270 Läden ab. Zählen, Bundesbank, bestellen, Kassetten bestücken und wieder zurück zu vielleicht 3..5 Geldautomaten von 5 verschiedenen Banken. Und dann beschwert man sich, Bargeld sei zu teuer. Es wird schlicht ineffizient behandelt. In einer Mall wird genausoviel Geld aus den Automaten gezogen, wie in den Geschäften ausgegeben. Ein Mikrokosmos des Bargeldes. Entweder bietet eine Bank mit den (großen) Geschäften gemeinsame Bargeldrecyclinglösungen an, oder man recycelt das Geld innerhalb der Mall in einem kleinen Cash Center.

Denken Sie mal drüber nach. Die benötigten Lösungen finden Sie auf www.camcco.de

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