The War on Non-Cash

Nachdem der Krieg gegen das Bargeld offensichtlich etwas abgeflaut ist, weil er einfach nicht zu gewinnen ist, tritt zur Zeit offensichtlich der Kampf um die unbaren Bezahlmethoden in eine neue Phase. Schwergewichte der Internet Branche kommen aus Ihren Löchern und stellen ihre Visionen von der Zukunft vor. Man kann hier auch erahnen, wie die Unternehmen die Intelligenz ihrer Kunden einschätzen und da klaffen Welten. Apple stellt das Bezahlsystem Apple Pay vor, das sich in vielen Punkten positiv von anderen Lösungen abhebt: Sicherer, weil man sich bei jedem NFC Bezahlvorgang identifizieren muss, flexibel, da man von Anfang an mit den führenden Kartenherstellern und auch großen Handels und Imbissketten zusammenarbeitet. Das hat echtes Potential.PayPal hingegen besitzt die Dreistigkeit, Bitcoins als mögliches Zahlungsmedium hoffähig zu machen. Mit 230 Millionen Kunden weltweit besitzt man eine enorme Marktdurchdringung, man hält diese aber offensichtlich für blöd genug, auch mal Bitcoins zu probieren. Sonst bräuchte man es ja nicht anzubieten.

Der Kampf wird innerhalb der Non-Cash Transaktionen geführt, denn kaum ein Bargeld affiner Kunde wird schnell mal auf das iPhone wechseln. Und da höre ich schon die Bedenkenträger: das läuft ja nur auf Apple Geräten und kann sich daher nicht durchsetzen. Wir bitte? Apple’s Strategie ist doch klar, wer ein sicheres Bezahlsystem möchte, der soll sich bitte schön ein überteuertes Produkt aus unserem exklusiven Shop kaufen. (und vom Jailbreak die Finger weg lassen) Wer seine Kartendaten einem Viren- und Trojaner gefährdeten Android Telefon hinterlegen will, kann das  gerne auch tun, aber dann kann sie oder er auch gleich bei PayPal in die Bitcoin Welt einsteigen.

Wer allerdings keine 800 EUR in eine elektronische Geldbörse mit dem besonderen Logo investieren möchte, nimmt eine aus Leder, die in den exklusivsten Versionen selten dreistellig kostet und zahlt bar.

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