Aktuelle Falschgeldstatistik der Bundesbank

Heute hat die Bundesbank veröffentlich, wieviele gefälschte Banknoten und Münzen im Jahr 2014 entdeckt und aus dem Verkehr gezogen wurden. Bei den Noten wird ein Anstieg um 63% gemeldet und zwar auf 63.000 Scheine. Insbesondere der Anstieg im zweiten Halbjahr war von 25.000 auf 38.000 hoch.

Noten5 €10 €20 €50 €100 €200 €500 €Gesamt
Anzahl8432381227232937652361619109163269
Anteil, gerundet1 %4 %36 %46 %8 %3 %2 %100 %
Wert, tatsächlich00000000
möglicher Schaden4.215 €23. 810 €454.460 €1.468.800 €523.600 €323.800 €545.500 €3.344.185 €

Die normalen ahnungslosen Schreiberlinge werden den Anstieg wieder zur sinnlosen Panikmache nutzen, ich sehe den Anstieg als Erfolg. Wenn zahlreiche Fälschungen gefunden werden, sind zwar viele im Umlauf, aber die Arbeit der Bundesbank, des Handels und der Banken, nicht zu vergessen die Wertdienstleister wird doch bestätigt.  Die Regeln der EZB, die im so genannten „Framework zum Recycling von Geld“ definiert werden, tragen offensichtlich Früchte, es werden bei der Annahme von Geld vermehrt Maschinen mit Echtheitserkennung eingesetzt. Leider wird bei der Annahme von Geld am Bankschalter, insbesondere an der manuellen Kasse noch viel zu oft auf das „Händchen“ der Kassierer und Kassiererinnen vertraut anstatt auf Banknotenzähler, die erfolgreich von der EZB getestet wurden. Die Liste dieser Maschinen finden Sie auf nebenstehendem Link.

Die Anzahl der entdeckten Münzfälschungen ist im Vergleich zu 2013 zurückgegangen und zwar von 52.000 auf 46.000 Stück.

Münzen0.5 €1 €2 €Gesamt
Anzahl2.9166.25836.61545.789
Anteil, gerundet6 %14 %80 %100 %
Wert, tatsächlich0000
möglicher Schaden1.458 €6.258 €73.230 €80.946 €

Es entfielen in Deutschland fünf Falschmünzen auf 10.000 Einwohner. Da kann man sich fast glücklich schätzen, wenn man mal eine in der Hand hält ;). Bei diesem geringen Schadenrisiko muss man sich wirklich nach dem Sinn der aktuellen Münzverordnung fragen. Hier wird ein Riesenaufwand von den Geldinstituten verlangt, der den möglichen Schaden um ein Vielfaches übersteigt. Das ist in hohem Maße ineffizient.

Die Pressemitteilung der Bundesbank finden Sie hier.

Lösungen zum Prüfen und Bearbeiten von Banknoten und Münzen finden Sie unter www.camcco.de

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