Bargeld kostet den Handel weniger als Plastik

Welch eine Überraschung, auf dem Bargeldlogistikkongress, der am 27. und 28.1.2015 in Wiesbaden stattfand, wurde das Bargeld gelobt. Bundesbankvorstand Thiele erklärt wie erwartet, dass die Bundesbank keinen Anlass sieht, Münzen und Scheine aus dem Verkehr zu ziehen (In anderen EURO Ländern gibt es diese Bestrebungen, Mehr Details gibt es in der ECCR Studie von AMCC).

Fischgeschäft

Bargeld stinkt nicht. Foto ©Achim Munck

Letztendlich entscheidet der Verbraucher aus Gründen der Bequemlichkeit und der Kosten. „Groß“-beträge von über 50 EUR werden meist mit Plastik und darunter wird bar bezahlt, weil es einfacher und schneller ist. Auch der Handel wird nur in geringem Maße Einfluss nehmen können, es sei denn durch Gebühren. Das wird sich der Einzelhändler aber nicht trauen, da die Kundenmehrheit anstatt die Zahlmethode eher den Laden wechseln wird. Wirklich interessant ist die Aussage des Präsidenten des Handelsverbandes Deutschland, Josef Sankjohanser, dass das Bargeld weniger kostet. So deutlich und aus so berufenem Munde hat man das selten gehört. Er sagt: „Für den Handel sind die Gebühren, die den Geschäften beim bargeldlosen Zahlen aufgebrummt werden, bedeutender als der Aufwand für das Bargeldhandling.“ Hier steckt, welch ein Wunder, natürlich die Botschaft an die Kartenmafia drin, die Gebühren zu senken und für Kostentransparenz zu sorgen.

Allerdings ist der wertmäßige Anteil der Barzahlungen in den letzten 15 Jahren von 60% auf ca 53% gesunken, sicherlich auch begründet durch zunehmenden Internethandel, wo die Barzahlung nicht sehr weit verbreitet ist (Es gibt allerdings eine innovative Lösung auf barzahlen.de). Die Kartenbetreiber versuchen mit allen Mitteln, den Endkunden von Bargeld wegzubringen, anscheinend ist momentan wieder einmal die angebliche Bakterienschwemme auf den Scheinen ein Thema. Ich möchte nicht wissen, was sich auf den Plastikkarten alles tummelt.

Herr Sanktjohanser spricht von einer Million Kassenplätze in Handelsunternehmen. Welch ein enormes Potential für die Banken und Sparkassen und auch den Handel hier gemeinsam aufzutreten. An einer Million Anlaufstellen kann Kundenbindung praktiziert werden, ganz massiv von den Geldinstituten aber auch vom Handel. Der Verbraucher kann an den Kassen seine Bankgeschäfte abwickeln, das sind zu 95% Bargeschäfte und der Handel hält genau diese Kunden vom Amazombiebay ab. Um das umzusetzen muss man aber miteinander reden und die richtigen Lösungen kennen. Als Moderator kommt die AM Cash Competence GmbH in Frage, ein Unternehmen das Bargeldlösungen bestens kennt. Lösungen, die die gemeinsame Arbeit mit Geld vereinfachen und die Bargeldprozesse effizienter gestalten findet man auf www.camcco.de.

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