Bargeldkreisläufe in Europa 1: Vorwort aus ECCR

Die EURO Zone besteht mittlerweile aus 19 Staaten (Stand Januar 2015) mit 19 Zentralbanken und 19 unterschiedlichen Bargeldprozessen, so genannten National Cash Cycles. Die Europäische Zentralbank sieht meist nur den gesamten EURO Raum und nicht mehr die einzelnen Länder. So gibt es auf der Website der EZB zum Beispiel keine Statistiken über das Bargeldaufkommen in den Ländern sondern nur die Gesamtbetrachtung der EURO Zone.

Euro Zeiuchen

„Euro symbol“ von European Commission – Image:Euro symbol black.svg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euro_symbol.svg#mediaviewer/File:Euro_symbol.svg

Noch mehr gilt das für die Bargeldkreisläufe, das heißt die Beteiligung der Nationalbanken am Bargeldkreislauf. Die EZB definiert zwar wie generell mit dem Bargeld umzugehen ist, zum Beispiel im wichtigen Handlungsrahmen für das Bargeldrecycling, sie hat mit der Bearbeitung des Bargeldes selbst nichts zu tun, daher steht es nicht im Fokus.

Der nationale Bargeldkreislauf und die Rollen der beteiligten Bargeldakteure werden in jedem Land durch die Strategie und die Politik der Nationalbank bestimmt. Es gibt einen weltweiten Trend des schrittweisen Rückzugs der Nationalbanken aus dem Bargeldverkehr, und Konzentration auf die Kernaufgaben, der Status ist jedoch in jedem Land ein anderer. Kernaufgaben sind sicherlich unter anderen die Produktion, Ausgabe und Rücknahme (mit anschließender Zerstörung) des physikalischen Geldes, die Überwachung des Bargeldkreislaufs insbesondere die Einhaltung der Recycling Richtlinien und die Fiskalpolitik. Wobei letztere im Euro Raum von der EZB wahrgenommen wird.

Die Studie „European Cash Cycle Research“ ECCR beschreibt die unterschiedlichen nationalen Bargeldkreisläufe in den EURO Ländern. Zusätzlich wird die Situation in Großbritannien und in Nordic Ländern  betrachtet. Bei der Betrachtung des Bargeldkreislaufs werden oft die Münzen außen vor gelassen, die in dieser Studie aber mitbetrachtet werden. Münzen gehen teilweise andere Wege und unterliegen anderen Regularien, sodass man die Erkenntnisse bei den Banknoten nicht ungeprüft auf Münzen übertragen kann.

…wird fortgesetzt

Die komplette Studie gibt es hier >>

Ihre Bewertung des Beitrags
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.