EU beschließt neue Richtlinien gegen Geldwäsche

Geldwäsche? Foto©Achim Munck

Geldwäsche? Foto©Achim Munck

Die Endeigentümer von Unternehmen und Trusts sollen in ein öffentliches EU-Register aufgenommen werden. Dieses kann von Behörden und Personen mit „berechtigtem Interesse“ eingesehen werden. Berechtigtes Interesse können z.B. investigative Journalisten sein, Polizei und Strafverfolgungsbehörden ohnehin. Der Gesetzentwurf enthält auch besondere Berichtspflichten für Banken, Rechnungsprüfer, Rechtsanwälte, Immobilienmakler oder Spielcasinos (unter anderem) hinsichtlich „verdächtiger Transaktionen“ ihrer Kunden. Neue Vorschriften für eine bessere Rückverfolgbarkeit von Geldtransfers wurden ebenfalls verabschiedet.

Die Mitgliedstaaten müssen die Geldwäsche-Richtlinie binnen zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. Die Geldtransfer-Verordnung tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in allen Mitgliedstaaten in Kraft.

Die komplette Pressemeldung der EU.

Da höre ich die Teilnehmer des Bargeldkreislaufs schon wieder lamentieren, dass man doch bitte das Bargeld abschaffen möge, um diese zusätzliche Bürokratie zu verhindern. Das wird aber nicht passieren, denn es gibt noch nicht einmal ansatzweise eine Lösung, die ähnlich einfach, sicher und unbürokratisch funktioniert wie das Bargeld. Es wurde zum Beispiel noch von keinem Hackerangriff berichtet, der die sichere Übertragung von Bargeld ausspioniert 😉

Ihre Bewertung des Beitrags
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *