Aktuelle Falschgeldstatistik der Bundesbank

Grafik ©Achim Munck

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Laut Bundesbank ist die Anzahl der entdeckten Fälschungen im ersten Halbjahr 2015 um 31 % gegenüber dem vorherigen Halbjahr angestiegen. Wohlgemerkt, das sind die aufgeflogenen Fälschungen, denn nur die kann die Bundesbank kennen. Fast 90% machen die falschen 20er und 50er aus und gerade diese haben eine sehr hohe Rücklaufquote zur Bundesbank. Man kann also davon ausgehen, dass die allermeisten gefunden wurden. Da die Anzahl der entdeckten Fälschungen aber in der gleichen Größenordnung bleibt, liefern die Fälscher konstant nach. Man weiß allerdings nicht, wieviele gefälschte große Scheine in Tresoren gebunkert sind, das kann für Steuersünder einmal ein böses Erwachen geben.

Noten 5 € 10 € 20 € 50 € 100 € 200 € 500 € Gesamt
Anzahl 521 808 20.750 24.396 2.737 1.021 250 50.483
Anteil (gerundet) 1,00% 1,60% 41,10% 48,30% 5,40% 2.0 % 0,50%  Quelle: Deutsche Bundesbank

Der Nennwert der Fälschungen war 2,2 Millionen Euro. Das scheint viel, ist aber wenig. Der Umsatz mit Bargeld im gleichen Zeitraum in Deutschland betrug etwas mehr als 100 Milliarden Euro. Der Falschgeldanteil war demnach 0,002 Prozent. Zum Vergleich lag der Schadensanteil beim Kreditkartenumsatz bei 0,04 Prozent, also etwa 20 Mal so hoch. Die Quelle für diese Zahl ist eine europaweite Stunde der EZB aus dem Jahr 2012.

Bargeld ist immer noch am sichersten und am bequemsten. Von der Diskretion einmal ganz abgesehen.

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