Geld aber welches?

Banknoten. Foto©Achim Munck

Banknoten. Foto©Achim Munck

Während die Bundesbank zumindest verbal ein klares Statement für das Bargeld formuliert, geben die Banken und Sparkassen in Deutschland eher ein unheimliches und armseliges Bild ab.

Die Bundesbank investiert zwar bis Ende 2018 über 300 Millionen Euro, um auf einem 80 Hektar großen Gelände in Dortmund die größte und modernste Bundesbank Filiale zu bauen, gleichzeitig werden aber fünf andere Filialen in der Region geschlossen. (Bericht der Bundesbank) Das führt zu längeren Fahrtzeiten, schwierigerer Logistik und letztendlich zu höheren Kosten für das Bargeld beim Handel und den Banken.

Während der Handel die Abschaffung des Bargeldes offensiv, aber mit mäßigem Erfolg versucht voranzutreiben, haben die Geldinstitute eine eher subtile Strategie. Zunächst macht man das Abheben vom fremden Geldautomaten klammheimlich teurer und zwar verdoppelt man einfach mal die Gebühren (Bericht der WiWo) und versucht mit diesem leichten, aber dauerhaften Druck die Menschen vom Geldautomaten und damit vom Bargeld wegzubringen. Diese Maßnahme zeigt aber auch, wie man sich in der Bankenwelt (Interessant, mein Editor versucht „Bankenwelt“ ständig in „Bandenwelt“ zu korrigieren;)) versucht  gegeneinander abzuschotten. Geht ja nicht an den Automaten der Konkurrenz.

Der Gipfel ist das jämmerliche Bild, das die Banken und Sparkassen bei der Entwicklung des bargeldlosen Bezahlverfahrens PayDirekt abgeben. Einige Geschäftsbanken treiben es mit Pilotprojekten voran, der Wettbewerb, in diesem Fall wieder die Sparkassen weisen unterschwellig darauf hin, dass es vielleicht Sicherheitsprobleme geben könnte. Ja was will man denn bei den Banken. Irgendwie müssen die Leute doch wohl bezahlen, wenn sie die Wirtschaft am Laufen halten sollen.

Bar oder unbar? Eine Präferenz ist nicht zu erkennen. Die Entscheidung trifft der Konsument….wie immer. Und das ist auch gut so.

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