And now, the end is near

Bezahlkarten. Foto©Achim Munck

Bezahlkarten. Foto©Achim Munck

..so lauten die ersten Worte des Evergreens, na …….. genau, von My Way. Seit Jahrzehnten wird das Ende das Bargeldes vorhergesagt und genauso penetrant der Siegeszug der unbaren Bezahlmethoden. Und was passiert: fast im Monatstakt bringen Fintechs, Handelsunternehmen oder auch Telefonfirmen und Datensammler mit großen Tamtam neue Lösungen auf den Markt, die das Bargeld überflüssig machen sollen. Auf den großen Durchbruch warten wir immer noch. Vielleicht ist es die Vielzahl von inkompatiblen Verfahren, die den Durchbruch verhindern. Bisher hat keine einzige der neuen Innovationen den Marktanteil des als veraltet bezeichneten Bargeldes auch nur annähernd erreicht.

Letzte Woche wurde in einem eher überschaubaren Ereignis eine neue sichere Bargeldbezahlmethode eingeführt, der neue 20er. Glauben Sie mir, er wird erfolgreich werden. Binnen weniger Monate wird er in Europa alle bargeldlosen Methoden auf die Plätze verwiesen haben. Warum: Es gibt nur diesen einen 20 € Schein. Jeder Bürger weiß, dafür kann ich etwas kaufen. Das ist bei keiner der anderen Methoden sichergestellt.
Hier nur einige Beispiele für die Misere der Innovationen:

  • Bankkarten werden nur angenommen, wo ein Bezahlterminal installiert ist.
  • Kreditkarten werden selbst dort nicht immer akzeptiert, oder aber nur ab einem Mindestbetrag.
  • Geldkarte: unter einem Prozent Marktanteil, von den VR-Banken wegen Erfolglosigkeit eingestellt.
  • Applepay: bisher eine absolute Enttäuschung. Man geht jetzt nach China, um schnell viele Anwender zu gewinnen. AliPay von Alibaba hat schon 300 Mio. Nutzer, aber eben nur in China.
  • Samsung, Google und andere Pays: unter einem Promille Marktanteil.
  • PayPal: dominiert das Bezahlen im Internet, aber an der Ladenkasse ein Trauerspiel.
  • PayDirekt der deutschen Banken: Groß angekündigt, kommt für das Weihnachtsgeschäft 2015 zu spät. Angeboten wird es von Postbank, HVB, Commerzbank und einigen VR-Banken. Akzeptziert wird es von so dominaten Anbietern wie dem Haribo Online Shop. Die großen Namen wie z.B. Otto etc. fehlen.
  • Otto wird seinen eigenen Bezahldienst Yapital zu Ende Januar 2016 einstellen. Otto schreibt: Leider haben wir es nicht geschafft, mit Yapital den Paymentmarkt zu revolutionieren, so wie wir es uns vorgenommen hatten.
Es könnte funktionieren, wenn ein einziger Anbieter den Markt dominieren würde. Das werden aber die EU Wettbewerbshüter zu verhindern wissen.
Was besonders gut funktioniert und von den Verbrauchern angenommen wird, bietet natürlich Anreize für Produktpiraten und Fälscher. Auch da ist der neue 20er attraktiver als jede der anderen Methoden 😉
Ihre Bewertung des Beitrags
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *