Bargeldlose Kreativität

Fremdwährung. Foto©Achim Munck

Fremdwährung. Foto©Achim Munck

Es ist ja schon fast bewundernswert mit welch beharrlicher Kreativität die bargeldlosen Teilnehmer des Geldkreislaufs immer wieder neue Methoden erfinden um doch endlich mal vorne mit dabeisein zu dürfen.

  • NFC Payments: Nach dem Anfangshype ist es merklich ruhiger geworden.
  • Kreditkarten: Obwohl die Gebühren in der EU gedeckelt wurden, sind keine besonderen Aktivitäten festzustellen.
  • Apple Pay: soll in den USA jetzt 2 Millionen Akzeptanzstellen haben. Über die Nutzerzahlen werden keine Angaben gemacht.
  • Selfie Pay: Aha, Mastercard versucht hiermit wohl eine neue Nutzergruppe zu gewinnen.
  • Handsfree Pay: Wenn beide Hände verbunden sind, nutze das neue Google.
  • Nächste Woche: sicherlich eine neue Wunderwaffe gegen das Bargeld.

Und, was helfen all diese Innovationen?

Sie schaden sich gegenseitig. Wenn eine neue Methode auftaucht, sind die ersten und eifrigsten Nutzer natürlich immer die gleichen, die so genannten Early Innovators. Sie probieren alles aus. Wenn es schick ist, oder einfach oder schnell oder hipp, dann nutzen sie es und vergessen die gestern noch so angesagte Methode. Um genau diese Leute bei der Stange zu halten, müssen die Googles, Samsungs, Apples das Innovationsrad immer schneller drehen. Sie laufen sich gegenseitig hinterher um wettbewerbsfähig  zu bleiben. Die Ergebnisse sind immer neue Verfahren, die nur nebeneinander und nicht miteinander funktionieren. Ein gemeinsamer Standard könnte und würde helfen, zumindest einer der bargeldlosen Bezahlmethoden zum Durchbruch zu verhelfen. Bargeld ist der gemeinsame Standard und daher heißt es immer noch Cash is King.

Selbstverständlich gibt es zur Zeit 165 unterschiedliche Währungen auf der Welt, aber sie stehen nicht im Wettbewerb. Nur in wenigen Shops, zum Beispiel auf Flughäfen hat man überhaupt die Auswahlmöglichkeit ob man mit Dollars, Euros oder Pfund bezahlen möchte. Vielleicht wird hier auch viel mit Kreditkarte gezahlt, aber sicherlich meist mit der übrig gebliebenen lokalen Währung, die die Reisenden einfach loswerden wollen. Daher sind die Preise in den Duty Free Shops oft etwas höher. Sie glauben das stimmt nicht? Dann prüfen Sie mal Ihre Kreditkartenabrechnung….und Ihre Geldbörse mit den ganzen Restwährungen.

Und bleiben Sie kreativ 😉

 

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