Kriminalität mit dem 500er? Es geht viel besser.

Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication

Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Grafik © Achim Munck

Es werden keine 500 Euro Banknoten mehr hergestellt, aber die ausgegebenen behalten ihren Wert. Und so wird die Kriminalität bekämpft? Die 600 Millionen 500er, das sind 300 Milliarden Euro, die zumeist irgendwo gebunkert sind, bleiben und sie bleiben wertig. Wer wird denn so bescheuert sein, diese Scheine in fünfmal so viele Hunderter umzutauschen. Das bräuchte Platz. Die Tresorhersteller würden sich freuen. Und zum Verschieben von Schwarzgeld sind die Scheine weiterhin geeignet. Sie zirkulieren auch weiterhin in diesen Kreisen. Ein echter geschlossener Bargeldkreislauf.

Die Entscheidung der ECB ist nicht zu verstehen. Diese und andere genannte Gründe sind nicht schlüssig.

Die großen Räder der Kriminalität werden ohnehin bargeldlos gedreht. Einen Tag nach der o.a. ECB Entscheidung meldet die ZEIT ONLINE, dass das weltweite SWIFT System gehackt wurde. Es fehlen zwar angeblich erst 81 Millionen Dollar, aber über SWIFT werden weltweit 10 Billionen Euro bewegt. Pro Tag! SWIFT ist das Nervensystem der globalen Finanzbranche. Es wird von über 11.000 Banken, Brokern, Börsen und auch von Zentralbanken genutzt. Hier schlummert ein riesiges Potential für die Gangster, dagegen sind die 500er wirklich Peanuts.

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